UROlogisch! Folge 47
Warum beschäftigt sich die DGU in einer fünfteiligen Serie mit dem Thema Nachhaltigkeit? Zum einen sagen gut vier von fünf DGU-Mitgliedern, dass es and er Zeit ist, dass sich das Fach der Frage stellt. Und die Zahlen geben ihnen recht: Fünf Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland stammen aus dem Gesundheitssystem. Die Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Urologie besprechen in diesem Podcast ein illustrer Kreis: Dr. med. Christian Eggersmann ist Vorsitzender der 2025 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Nachhaltigkeit in der DGU. Dazu kommen Prof. Dr. med. Bernd Wullich, Der als Kongresspräsident 2025 die Nachhaltigkeit schon als den Fokus des Kongresses gemacht hat, und Prof. Dr. med. Susanne Krege die als aktuelle Kongresspräsidentin mit dem Motto „Dem Leben eine Zukunft geben“ die Nachhaltigkeit weiter in den Mittelpunkt rückt. Zusammen mit unserem Gastgeber Christian Wülfing diskutiert die Gruppe über Herausforderungen und Möglichkeiten für Nachhaltigkeit in Kliniken und Praxen, wobei allen eines klar ist: Die Fachgesellschaft muss hier als Vorbild dienen und ihre Mitglieder sensibilisieren, anstatt auf regulatorische Vorgaben zu warten.
UROlogisch!
Deutschlands Top-Urologen on air: DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing kennt sie (fast) alle und holt das „Who’s who der Urologie“ ans Mikro. Im neuen urotube-Podcast „UROlogisch!“ geht’s ums Fach – in Klinik und Praxis – und auch mal ums Persönliche. Der Podcast für die urologische Community erscheint in regelmäßiger Folge hier auf urotube, aber auch auf Spotify, Apple Podcasts und Deezer.
Transkript
Hinweis: Das Transkript ist mit KI erstellt und wurde von der Redaktion nicht bis ins letzte Detail geprüft. Wir übernehmen keine Verantwortung für etwaige Trankriptionsfehler. Auf den ersten Blick ist es aber zimelich akkurat.
Christian Wülfing: Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Zuhörerinnen und Zuhürer des Urologisch-Podcasts. Hier spricht Christian Wülfing aus Hamburg – ich freue mich, dass Sie heute wieder eingeschaltet haben! Wir haben tatsächlich eine ganz besondere Thematik in diesem und weiteren vier Folgen dieses urologisch Podcast und zwar soll es gehen um das Thema Nachhaltigkeit in der Urologie. Ein ganz spannendes Thema, ein sehr modernes Thema und ich freue mich ganz besonders dass hier heute drei urologinnen und urologen sitzen. und ich möchte zunächst Not Ladies First aus bestimmten Gründen und zunächst möchte ich Dr. Christian Eggersmann begrüßen. lieber Christian herzlich willkommen hier in diesem podcast Und ich habe dich als Ersten hier jetzt benannt und aufgerufen, weil du bist eigentlich einer der Hauptprotagonisten. Denn du bist Mitglied in dem Arbeitskreis Nachhaltigkeit und ich würde dich bitte mal unsere Zuhörer nicht nur zu begrüßen, sondern auch abzuholen und auch dann unseren weiteren zwei Gäste vorzustellen. Denn Du bist der so eine der Hauptverantwortlichen für dieses Konzept ist. Herzlich willkommen!
Christian Eggersmann: Ja von meiner Seite auch herzlich Willkommen Christian. Und ja, tatsächlich die DGU is in das Thema Nachhaltigkeit so ein klein bisschen reingerutscht. Weil tatsächlich viele große Unternehmen schon verpflichtet sind aber auch kleinere Unternehmen und auch Gesellschaften und ähnliche Konstrukte verpflichtete wurden sich mit dem Thema nachhaltigkeits zu beschäftigen nicht im Sinne, dass sie feste Bedingungen erfüllen müssen. Sondern Sie müssten erst mal nur ein Reporting machen. und wir haben uns dann tatsächlich auch überlegt. Und mit mir muss ich tatsächlich sagen vor allen Dingen der letzte Kongresspräsident Bernd Wollich hat sich da sehr mit beschäftigt und hatte dann auch die Idee eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb der DGU zu bilden und die hat sich letztes Jahr. Und als wissenschaftliche Fachgesellschaft vertreten wir natürlich vorrangig die Urologie und fördern die Forschung und Weiterbildung. Und haben mit Leitlinien etc. zu tun, aber der große Jahreskongress ist ein richtig großes Brett für Themen wie Nachhaltigkeit. Wir haben im letzten Jahr aus der AG heraus dann die Idee gehabt eine Umfrage zu machen im letzten Urologenkongress gelaufen und da kam dann raus, dass für dreiundachtzig Prozent von uns und wahrscheinlich auch von den Zuhörerinnen die Nachhaltigkeit persönlich sehr wichtig ist. Und neunsechzig Prozent sehen das sogar auch für die Urologie als wichtig. aber und das war der Hauptpunkt dann für uns dreizehn Prozent Erlebnis im Arbeitsumfeld eigentlich noch gar nicht beziehungsweise auch nicht innerhalb der DGU. So kam der Wunsch, glaube ich schon, berechtigterweise an uns ran. Wir müssen uns damit beschäftigen und vielleicht auch Standards, Empfehlungen, evidenzbasierte Orientierung sowie Fort- und Weiterbildungsangebote vielleicht zu diesen Themen durchzumachen Und in diesem Zusammenhang habe ich als erstes zwei Gäste dabei die besonders wichtig sind für das Thema nämlich Professor Bernd Woelich letztjähriger Kongresspräsident aus Erlangen und die aktuelle Präsidentin bei Professor Susanne Krege.
Christian Wülfing: Herzlich willkommen euch allen drei hier im Urologisch Podcast, Christian vielen Dank für diese tolle Einführung und dass wir dann eben den Past-Präsidenten und die amtierende Präsidentin hier auch gleich noch sozusagen auf einen Schlag haben. Das hat es im urologischen Podcast auch nicht gegeben. Super! Ja worüber wollen wir reden? Ja, ich würde gerne anfangen wollen was die beiden Präsidenten dazu angetrieben hat das als Hauptthema zu nehmen und die für so ein bisschen dahin führen wollen. Was in den nächsten vier Podcast dann kommt denn da gehen wir dann ins Detail Prima! Dann machen wir doch jetzt wirklich mal Ladies First, wenn es okay ist. Liebe Susanne du willst die abendtierende DGU-Präsidentin? Dein Kongress wird im September in Düsseldorf stattfinden und Du hast das Thema Nachhaltigkeit neben dem Thema künstliche Intelligenz und Digitalisierung zum Hauptthema erklärt. Habe ich das richtig so gesehen und magst es kurz ein bisschen ausführen?
Susanne Krege: Das siehst du absolut richtig Christian. Und die Nachhaltigkeit beschäftigt mich tatsächlich schon eine graume Zeit und zwar in erster Linie durch den Müll, den wir im OP produzieren. Ich finde es wirklich manchmal erstaunlich dass so ein kleines Scherchen dann in einer riesen Verpackung ist oder aber auch wenn unüberlegt Dinge aufgerissen werden und dann falsch sind. ich denke immer meine Güte was für einen Müll? Das war mein erster Ansatzpunkt. Aber wenn man sich damit beschäftigt, dann sieht man auch das da doch schon einiges mehr hintersteckt. Das Firmen sich schon Gedanken machen und dass es vielleicht auch Gründe gibt warum so eine kleine Schärchen in einer großen Packung ist. also man muss das tiefer betrachten. ja und so bin ich zum Thema Nachhaltigkeit gekommen.
Christian Wülfing: Ich schaue hier auf Bernd Wollich. Bernd, auch dir noch mal ein herzliches Willkommen im Podcast. Du bist genauso wie Susanne Kregebegrußung auch zum zweiten Mal schon hier. Wir haben kurz vor deinem Kongress noch gesprochen. Da war das Thema nachhaltigkeit jetzt nicht so in unserem Gesprächsfokus. aber auch an dich die Frage du hast es ja mit reingebracht was hat dich bewegt und wie stehst du dazu? Was sind deine Erwartungen auch so ein bisschen an diesen Podcast?
Bernd Wölich: Ja, hallo erstmal an alle und ja im Prinzip ging es mir ganz ähnlich wie Susanne. Es ist einfach im Alltag die Erfahrung welche Mengen an Müll wir produzieren im OP auf den Stationen der unheimliche Energieverbrauch in den Kliniken. Und es ist einfach tatsächlich so erstmal das Erleben aus dem Alltag heraus und wenn man dann anfängt, sich mit dem Thema etwas intensiver zu beschäftigen und dann Zahlen einfach auch mal nachschlägt, dann ist man schon erschreckt über das, was wir tatsächlich unserer Umwelt antun. Wenn ich einfach mal ein paar ganz wenige Zahlen einführen darf über fünf Prozent… Der Treibhausgasemission in Deutschland kommt aus dem Gesundheitssystem. Wenn man das europaweit sieht, is so viel wie der Flugverkehr oder die Schifffahrt zusammengenommen. Oder nicht viel weniger als die deutsche Strahlindustrie – sieben Prozent gegen fünf. Prozent. Das ist schon eine ganze Menge. und der zweite Zahl, die ich ganz spannend fand, Müll unsere Handschuhe, die einmal Handschuhen, die wir Tag für Tag nutzen. da gibt es Hochrechnungen, die sagen dass wir wahrscheinlich eine Milliarde Handschuher pro Tag verbrauchen. Pro Tag natürlich nicht nur in den Kliniken, in den Praxen und Pflegeeinrichtungen 1 usw., also es ist eine hohe dreistellige Millionsumme. die Hohenschätzung gehen bis zu einer Milliarde. das sind einfach Zahlen die eindrucksvoll sind und die uns schon zeigen dass wir irgendwas verändern müssen.
Christian Wülfing: Vielen Dank für diese Intros, das sind natürlich umwerfende Zahlen. Ihr habt jetzt viel dieses Thema Müllvorkommnis oder Müll in den Kliniken in den Praxen genannt. vielleicht an dich Christian noch mal oder auch in die Runde wenn wir über Nachhaltigkeit reden möchte ich mal etwas unbedarft fragen ist es denn wirklich nur ein Müllthema? Oder was ist noch unter nachhaltigkeit in der Urologie zu verstehen? Was vielleicht aber auch nicht?
Christian Eggersmann: Ja, also man muss ja zum Beispiel sagen dass wir ein bisschen größer denken müssen. Also wenn man mal das Thema hat einmal Produkte Mehrwegprodukte dann sehen wir immer nur sozusagen den Moment, wo das Ganze weggeworfen wird. Man muss aber sozusagen ganz am Anfang anfangen bei den Rohstoffen. es geht um dieses Life-Cycle Assessment. wenn man die richtigen Rohstoffe auswählt, die man hinterher recyceln kann Dann ist es durchaus okay, wenn man auch einmal Instrumente nimmt. Ja also da muss man von vorne an bis hinten denken und zur Nachhaltigkeit gehört natürlich auch die Lieferketten Also der Transport von Instrumenten. Ist es nicht vielleicht sinnvoller, sich gewisse Depots für manche Dinge im Krankenhaus anzuschaffen? Das sind so Punkte. Dann steht natürlich auf der anderen Seite wieder die Geschäftsführung des Krankenhauses. Das kostet wieder was. Also das ist ein sehr umfassendes Thema, was man von verschiedenen Seiten anschauen muss und ich denke da müssen auch alle Player zusammenkommen und das Ganze zusammen ausarbeiten.
Christian Wülfing: Ja und genau um alle diese Player auch wirklich ins Spiel reinzubringen, haben wir uns ja auch Gedanken gemacht vorher in der AG Nachhaltigkeit. Und setzen das Thema ja auch etwas breiter auf. und für tiefen einzelne Sachen so gehört neben der Klinik und dem Kongress natürlich auch die Praxis dazu und da wird auch im einen der Podcasts ausführlich drauf eingegangen und da haben wir sogar schon Zahlen, die wir vorweisen können den ganz in unserer wissenschaftlichen Art und Weise einer Fachgesellschaft haben wir das schon evaluiert. Und haben eine erste Praxis ausgemessen, was da wirklich an CO-Fußabprog rauskommt und jetzt laufen inzwischen auch Messungen bei den nächsten Praxen um da eine Antwort darauf zu kriegen. Kurze Frage an Berndt. Dieses Thema ist ja auch ein politisches Thema und auch in der Öffentlichkeit sonst wie siehst du da tatsächlich die Fachgesellschaft oder wo müssen wir da ansetzen?
Bernd Wölich: In der Tat, als wir angefangen haben uns mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiver zu beschäftigen in der Fachgesellschaft war natürlich schon die Frage wie können wir als Verband in diesem Themengebiet aktiv werden. Wir haben natürlich als DGU, als verband keine Handhabe sage ich mal direkt Einfluss zu nehmen auf das, was jeder einzelne in seiner Klinik in seiner Praxis tut. Ich glaube aber wir können als Vorbild Dinge tun und wir haben ja auch angefangen, uns als Fachgesellschaft zum Beispiel zertifizieren zu wollen. Der Prozess ist angestoßen. also wir nehmen uns selber als DGU, als Organisationsstruktur in die Pflicht. Das ist das eine. Ich glaube, wir können unsere Mitglieder ganz gut mitnehmen indem wir einfach Informationen transportieren. Es ist ja unheimlich viel wenn man sich in der Literatur umschaut. Unheimlich viele geschrieben zu dem Thema Nachhaltigkeit. ich glaube es muss sortiert werden. Es muss aufgearbeitet werden gefiltert werden für das was Wir Urologinnen und Urologen brauchen, das wollen wir als AG tun. Und wollen aber auch versuchen… Du hast das Beispiel der Praxis erwähnt wo wir CO-Bestimmungen durchgeführt haben. Wir müssen einfach auch fachten unter die Lupe nehmen. Einfach schauen, wo stehen wir denn überhaupt? Sind wir vielleicht as Urologie schon richtig gut? Haben wir vielleicht gar keinen Handlungsbedarf? Oder wo sind Potenziale? Wo ist sich lohnt, einfach noch intensiver daran zu arbeiten, Dinge zu verbessern. Ich glaube wir brauchen mehr Fakten. um uns selber besser einzuordnen und wir müssen das, was im Schrifturm schon geschrieben steht. Jeder hat ja einen Gefühl für das,was nachhaltig ist einfach auch umsetzen im Hinblick auf dass, was dann am Ende auch effektiv sich auswirkt im Sinne tatsächlich einer Reduzierung von Treibhausgasen, Ressourcenschonung, Müllvermeidung usw.
Susanne Krege: Wenn ich da vielleicht noch Eines ergänzen darf, also das ist richtig. Wir müssen natürlich Fakten schaffen aber ich glaube was genauso wichtig ist dass wir überhaupt erstmal unsere Teams auch sensibilisieren für dieses Thema. zwar hat jeder das Gefühl, dass es wichtig ist Aber wo jeder selber etwas tun kann und es dann auch wirklich tut. Also das ist glaube ich auch eine Aufgabe unserer Fachgesellschaft die Leute entsprechend aufmerksamer zu machen Dass sie selber auch im Alltag etwas tun.
Christian Eggersmann: Ich darf das ergänzen. Wir haben in der AG mit unserer neuen Pressereferentin in der Tat auch ein ganz schönes Kommunikationskonzept ausgearbeitet, wo wir verschiedenste Kommunikationskanäle benutzen und werden tatsächlich sehen dass wir in den nächsten Jahren tatsächlich diese Information im Kleinen Heppchen tatsächlich aufarbeiten und einfach transparent darstellen, weil ich glaube dass die Kommunikation, die Sensibilisierung darüber entscheidend ist.
Christian Wülfing: Da gebe ich dir völlig recht. Nachdem wir nun viel über die DGU und ihre Organe gesprochen haben wollte ich dich Christian noch mal ansprechen. Du bist seit kurzer Zeit im Vorstand der EU. zusammen mit Frankönig verantwortest du das Ressort Vernetzung Praxis und Klinik. Du bist als solcher für das Thema Nachhaltigkeit in der Öologie zuständig und bist auch Leiter der AG-Nachhaltigkeit. Wann genau ging denn das Thema eigentlich los, wer is da alles beteiligt? Und was sind die Ziele dieser Arbeitsgemeinschaft?
Christian Eggersmann: Diese Arbeitsgemeinheit wurde im Frühjahr letzten Jahres, also es war heute so im Jahr zwanzig gegründet. In einem ersten Meeting hatte dann tatsächlich Bernd Wollich diese wunderbare Idee nicht einfach auszuschreiben, sondern gezielt verschiedene Gruppen die es gibt innerhalb der deutschen Gesellschaft für Urologie anzusprechen. So haben wir Pflegende angesprochen so sind die Leitenden Krankenhausärzte angesprochen worden, so sind Niedergelassene mit reingeholt worden und wir als Klinikchefs sind auch dabei und letztendlich die DGU-Pressestelle beziehungsweise die Geschäftsstelle Und haben auch junge Mitarbeitende bei uns im Fach bewusst mit reingeholt Vertreter der GESU, die die mitarbeiten. Also ich glaube dass wir da einen ganz guten Querschnitt haben. Die Pflegenden hat es so glaub ich schon erwähnt, einen ganz guten Querschnitt haben über die verschiedenen Interessen, die in den verschiedenen Gruppen dann existent sind.
Christian Wülfing: Ja, super. Was mich so wirklich… wie soll ich sagen? Fast schon sehr positiv stimmt ist dass die Verantwortung, die Selbstverantwortung hier von der Fachgesellschaft und ihrer neuen AG ausgeht. Die Frage ist ja häufig wer setzt eigentlich am Ende diese… also wer analysiert das alles und wer setzt das eigentlich alles um? Und es ist hier vielleicht auch eine Chance, dass wir sozusagen aus eigenem selbst verantwortlichen Antrieb Ideen und Umsetzungen auf den Weg bringen. oder ist es dann am Ende doch wieder die gute alte Gesetzgebung und Verordnungen von Staat, die uns in irgendwas reinzwängen? Und da würde mich noch mal euer Kommentar interessieren. Vielleicht auch im Hinblick auf Unterschiede zu Klinik und Praxis.
Susanne Krege: also ich denke Es ist ganz wichtig dass wir selber jetzt die Initiative ergriffen haben etwas zu tun. Also als ich mich näher mit dem Thema befasst habe, bin ich ja zum Beispiel auf Medizinprodukte an Bieter zugegangen und war dann sehr erstaunt. Das war wirklich ein Aha-Erlebnis dass die eigentlich schon wirklich viel für Nachhaltigkeit tun das es aber nach außen gar nicht so sichtbar wird. Und ein Punkt war, dass zum Beispiel der CO-Fußabdruck verschiedener Medizemprodukte ganz unterschiedlich berechnet wird. Das ist etwas was die Medizinprodukte anbieter tatsächlich durch die Bank einheitlich möchten oder da sind sie sich mal einig das man an die Politik heranträgt dass es eine einheitliche Berechnung gibt, sodass dann wirklich die Produkte auch vergleichbar sind. Wenn jetzt unterschiedliche Zahlen draufstehen, dann denkt jeder naja das eine ist schlechter als das andere obwohl vielleicht die Berechnungen ganz anders ist. also dass wir so etwas anstoßen mit unseren Partnern aus der Industrie das finde ich zum Beispiel ganz wichtig. und ja Das ist etwas, was wir tun können und ich glaube in die AG können auch Ideen eingebracht werden. Die vielleicht dann eben dort noch intensiver umgesetzt werden?
Christian Eggersmann: So ist es doch ein Zusammenspiel von AG und dem mitgliedenden DGU. Im Grunde genommen haben wir drei unterschiedliche Bereiche auf die wir uns konzentrieren. Einmal die DGU als Organisation wo können wir da ansetzen? und perspektivisch Nachhaltigkeit. nicht nur der Fußabdruck sondern wir haben noch viel größere Themen. Der gehört auf Diversität, der gehören ähnliche andere Themen im Personalbereich und anderes dazu. Da sind wir erst noch das muss ich ganz klar sagen am Anfang aber auch das steht auf unserer Agenda drauf und wird erst mit der Entwicklung der Themen ausgerollt. Das andere ist die Ausübung unserer Kernaufgaben am Kongress. Da kann man ganz gezielt mit dem Kongress-Organisator und den Leitungsteam, die das organisiert von der DGU natürlich auch auf nachhaltige Themen setzen. Das ist auch ein Schwerpunkt, den wir wirklich direkt umsetzen können. Und als letztes, als drittes sind wir in der Opinion Lieder. Wir können nur Vorschläge machen und zum Beispiel auf den Praxen zeigen. ich möchte jetzt nicht zu viel teasern da kommt ja ein eigener Podcast. aber was in der Praxis Messung rausgekommen ist, ist hochspannend und da kann ich nur jedem empfehlen demnächst den Podcast sicher anzuhören. Aber diese anderen Sachen auch, was es für eine wissenschaftliche Evidenz schon gibt, was Einmalprodukte und Wegwerfprodukte angeht das wird euch überraschen wenn er demnäßig das hört.
Christian Wülfing: Also das fällt mir hier auf und finde ich großartig. wir haben heute jetzt so wir nähern uns schon hier im Ende der ersten Folge Wir haben heute sehr über so grob Strukturen Ideen Das große Ganze gesprochen sind jetzt noch gar nicht so sehr in den einzelnen Details, ist auch bewusst so gemacht. Christian Eggersmann, du hast gerade schon angeteasert was alles sozusagen in den nächsten Podcast kommt. Dazu gleich nochmal ein kleiner Überblick aber vielleicht als Überleitung in die in die nächsten Folgen wo wir ja dann schon auch ein bisschen in medias res gehen wollen und vielleicht auch in kleinere aber auch konkrete Projekte oder Berichte kommen wollen. mal die Frage an euch noch einmal So sahen wir uns ein bisschen darauf hingewiesen. Was könnte denn der erste Schritt für uns alle sein? Ab morgen?
Susanne Krege: Wenn ich direkt antworten soll, also aufmerksam sein sich umgucken jetzt für mich gesehen in der Klinik wo kann man was tun? Wo kann man Dinge anregen? I mean das kann man nicht alles selbst machen aber man kann in die Geschäftsführung gehen und es gibt ja schon Nachhaltigkeitsmanager in vielen Kliniken haben wir jetzt auch und dann dort Ideen einbringen, dass das dann ins Rollen kommt.
Christian Wülfing: Bernd?
Bernd Wölich: Also in der Tat… Ich darf das ergänzen! Seit ich mich damals als Präsident etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt habe und wir auch jetzt diese Diskussionen regelmäßig in der AG weiterführen, bin ich in der Tat jetzt auch Mitglied geworden. In unserer hier klinikeigenen Universitätsklinik eigenen AG Nachhaltigkeit. Auch da gibt es eine Arbeitsgruppe, die geleitet wird von der Nachhaltigkeitsmanagerin, die eingestellt worden ist seit etwas mehr als einem Jahr hier bei uns in Erlangen und ich bin da zusammen mit dem Anästhesisten, mit Vertretern der Labore. Mit Vertreter der Verwaltung, Abfallwirtschaft usw. diskutieren wir über Dinge. also man ist einfach, man hat eine größere Awareness für die Thematik Und und E-Mails, die ich vor zwei Jahren wahrscheinlich weggeklickt hätte, springen wir jetzt einfach mehr in die Augen. Ich lese jetzt schon mal was unser Green Office uns tatsächlich mitteilt.
Christian Wülfing: Sehr gut! Christian Ergertzmann hast du noch etwas hinzuzufügen? Bist du schon mittendrin im Thema in deiner Klinik jeden Tag?
Christian Eggersmann: Tatsächlich ist das für uns in der Klinika wesentlich schwieriger. Das ist auch schon klar geworden as In der Praxis. ist die begeisterte Urologin von Nachhaltigkeit natürlich in der Lage, Sachen direkt umzusetzen. Wir haben ja in der Klinik einen riesen Schiff wo wir nur ein Teil sind und ein bisschen mit rodern. Da kommt es eher darauf an im kleinen Bereich wo wir sind das vorbildlich zu machen bestimmte Sachen anzuhalten und auch einfach anzuregen. Und immer wieder da so ein klein bisschen der Motor zu sein, den das immer mehr ins Laufen bringt.
Christian Wülfing: Okay super! So bevor wir zum Ende kommen und ich hier eine kleine Zusammenfassung nochmal mache, Einsatz von euch allen. wenn ihr in der Urologie einen Nachhaltigkeitsrezept verschreiben könntet was würdet auf dem Rezept draufstehen? Einsatz
Susanne Krege: Nachhaltigkeit priorisieren bedeutet, dem Leben eine Zukunft geben und das ist das Kongressmotto meines Kongresses.
Christian Wülfing: Super Susanne Bernd!
Bernd Wölich: Ja wir hatten ja die Themen schon angesprochen. ich denke was ich schreiben würde in einem Satz sensibilisieren Sie sich und Ihr Team für dieses Thema Thema Nachhaltigkeits und fangen sie jetzt bei sich an
Christian Eggersmann: Und Ich würde noch dazu schreiben und vergesst bei allen nicht. Der Patient steht im Mittelpunkt.
Christian Wülfing: Wunderbar, das sind irgendwie wie ich finde sehr tolle Überlegungen, tolle Aussichten. und liebe Hörerinnen und Hörern ob sie es glauben oder nicht damit sind wir schon am Ende dieser ersten Einleitungsfolge zu diesem wunderbaren Podcast bei Urologisch über das Thema urologische Nachhaltigkeit und da haben heute eine schöne finde ich Auftakt-Serie oder Folge hier produziert, die nochmal so die groben Ideen. Wie ist das zustande gekommen? Die Idee wie is es in der Fachgesellschaft auf dem Weg gebracht worden? was haben wir überhaupt für Organe neben der DGU unserer Arbeitsgemeinschaft wo heute Christian Eggersmann als einer der Mitglieder hier dabei war und wo wir jetzt aber inhaltlich in den nächsten noch folgenden vier Folgen Ein bisschen mehr in die konkreten Themen reingehen werden, deswegen möchte ich an dieser Stelle schon Werbung für die vier anderen Folgen machen. Hören Sie bitte gerne rein. und die unmittelbar Nächste also die zweite Folge dieses Podcasts wird nämlich genau auf das Thema gehen. einmal Produkte versus Mehrfachprodukte. Kurzartyser Ich glaube wir alle kennen das wenn ein Blasenspiegelungsinstrument, ein Testoskop heute ausgepackt und in den Müll geworfen wird. Ist das nachhaltig oder was? Das werden wir in der nächsten Folge besprechen. Da freue ich mich sehr drauf! Und ich bedanke mich ganz herzlich an dieser Stelle bei unseren Gästen, bei Frau Prof. Susanne Krege, bei Professor Bernd Bullich und bei Dr. Christian Eggersmann. Vielen Dank euch! Ich hoffe es hat euch gefallen. Ihnen meine Damen und Herren vielen Dank fürs Zuhören und nicht vergessen die anderen vier Folgen bitte anhören. Logisch, der Podcast von UroTube.