Podcast

Urologische Nachhaltigkeit (II): Einweg oder Mehrweg?

UROlogisch! Folge 48

Im zweiten Teil unserer Reihe zur Nachhaltigkeit geht es um die Gretchen-Frage, die auch den normalen Konsumenten beschäftigt: Was ist besser, Einweg oder Mehrweg? Christian Wülfing hat Gesprächspartner eingeladen, die dazu ganz unterschiedliche Meinungen haben: Moritz Göldner, Juniorprofessor für Digitalisierung im Gesundheitswesen, legt überzeugend dar, dass Mehrwegprodukte ökologisch günstiger sind, da sie den CO2-Ausstoß um 30-50% reduzieren. Aline Mittag, Senior Managerin Sustainability beim Klinikbetreiber Asklepios, betont wiederum, dass die Wiederaufbereitung von Produkten Zeit, Chemikalien und Energie benötigt. Hagen Loertzer trägt Erfahrungen aus seiner Klinik bei, in der etwa die Sterilisation auch nicht mehr direkt vor Ort ist und die Instrumente deshalb hin- und her transportiert werden müssen. Einig sind sich alle, dass die Entscheidung zwischen Einweg- und Mehrwegprodukten erstaunlich kniffelig ist, da sie den gesamten Lebenszyklus des Produkts berücksichtigen muss – von der Herstellung über Transport, Nutzung bis zur Entsorgung. Und dann kommt, wie immer im Gesundheitssystem, auch der Kostendruck dazu, der die Umstellung auf nachhaltigere Produkte erschwert.Trotz aller Komplexität: Sie wissen am Ende dieses Gesprächs mehr als zuvor.

UROlogisch!

Deutschlands Top-Urologen on air: DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing kennt sie (fast) alle und holt das „Who’s who der Urologie“ ans Mikro. Im neuen urotube-Podcast „UROlogisch!“ geht’s ums Fach – in Klinik und Praxis – und auch mal ums Persönliche. Der Podcast für die urologische Community erscheint in regelmäßiger Folge hier auf urotube, aber auch auf Spotify, Apple Podcasts und Deezer.

Transkript

Hinweis: Das Transkript ist mit KI erstellt  und wurde von der Redaktion nicht bis ins letzte Detail geprüft. Wir übernehmen keine Verantwortung für etwaige Trankriptionsfehler. Auf den ersten Blick ist es aber zimelich akkurat. 

Christian Wülfing: Meine sehr verehrten Damen und Herren liebe Zuhörerinnen und Zuhöre des urologischen Podcasts. hier spricht Christian Wülfing aus Hamburg-Altona. ich begrüße Sie ganz herzlich zu einer neuen Folge und freue mich dass wir unsere mini Serie fortsetzen können heute mit der zweiten Folge zu diesem wahnsinnig interessanten Thema Nachhaltigkeit in der Urologie.
Das ist wirklich ein tolles Thema und ich habe hier heute in dieser Folge, nachdem wir die erste ja schon hinter uns haben wieder ein ganz neues Team sozusagen an Gesprächspartnerinnen und Partnern. Ganz toll! Und wir haben heute einen etwas anderen Aspekt und ergänzen im Prinzip dann damit auch unsere Mini-Serie, die ihr fünf Folgen haben wird.
Und da kann ich an dieser Stelle schon mal sagen meine Damen und Herren schauen sie sich und hören Sie sich alle an Es ist ein Blumenstrauß von wirklich spannenden Themen zu diesem übergeordneten spannenden Thema Wo ich sehr froh bin dass wir das auch Mal Das Thema was ja überall bekannt ist aber jetzt auch mal in die urologie reinbringen.
und Ich würde mal sagen Wir begrüßen als allererstes natürlich mal ladies first Aline mittag. Und hallo Frau Mittag, heute stelle ich sie mal als erstes vor oder noch besser Sie stellen sich selber vor.

Aline Mittag: Ja, vielen Dank. Danke dass ich hiermit in der Runde dabei sein darf! Ich freue mich.
Genau mein Name ist Aline Mittag und ich bin hier Nachhaltigkeitsmanagerin im Askelbioskonzernen der Stabstelle ESG und Nachhaltigkeit und beschäftige mich vor allem mit dem Thema der Decarbonisierung im Konzern. das heißt wie schafft es der Konzernen seine Trepposgasemissionen zu reduzieren? Mit welchen Maßnahmen und mitteln können wir das erreichen?
Und man muss schon sagen, dass die eingekauften Waren- und Dienstleistungen massiv oder zu einem ganz großen Teil unseren Drehpulsgasemissionen für die Drehpusgasemision verantwortlich sind. Deswegen ist das Thema Einweg mehr Weg. wo kann man umstellen? what gibt es da für ökologische oder welche ökologischen Themen spielen. Eine Rolle ist natürlich ein ganz wichtiger Aspekt und deswegen freue ich mich, dass wir uns hier zusammen treffen und darüber diskutieren können.

Christian Wülfing: Sehr schön, da freuen wir uns jetzt schon auf Ihre Expertise für dieses Thema. Ich kann nur sagen… Da werden Sie bei uns Urologien und Urologen sicherlich auch den einen oder anderen Aha-Moment hier erzeugen. wenn sie gleich ein bisschen dazu erzählen was wir vielleicht oder ziemlich sicher alles noch gar nicht so wissen Dann freue ich mich.
das Professor Moritz Göldner ist. lieber Moritz Wir haben gerade festgestellt dass wir schon länger beim Du sind weil du mich mal im OP besucht hast. mal, was hat dich zu mir in den OP gebracht? Du warst nicht Patient kann man gleich sagen. Und was machst du so?

Moritz Göldner: Ich heiße Moritz Göldner ich bin Juniorprofessor an der Technischen Uni im Hamburg und forsche und leere dort zur digitalisieren Gesundheitswesen und zum Nachhaltigkeiten des Gesundheitswesens sowie noch zu Innovationsprozessen.
Und ich habe dich damals im OP besucht weil ich damals für ein Ein- und Mehrweghersteller eine Studie durchgeführt habe Und wir mal gucken wollten, wie die Produkte tatsächlich angewendet werden.

Christian Wülfing: Ja ja das hatte mich gefreut! Das war eine spannende Sache. also du forscht an der Uni über dieses Thema auch interessant?

Moritz Göldner: Genau und wir gucken uns eben gerne große Datensätze an um daraus lesen zu können besser verstehen zu können wie es denn wirklich so ist. und in dem konkreten Fall haben wir uns verschiedene Einweg-OP-Kittel angeguckt.

Christian Wülfing: Super Auch da freue ich mich, dass du da bist und dass wir auch, sagen wir mal so die wissenschaftliche Ebene hier mit einbringen.
Und mein dritter Gast heute ist der Professor Hagen Loertzer, lieber Hagen! Wir kennen uns weil wir beide Urologen sind. Sag mal wo du so bist und was dich eigentlich in diese Gruppe reinbringt?

Hagen Loertzer: Danke Christian, dass ihr auch teilnehmen darf. Ich freue mich das wir bei den Urologern sind und es uns daher kennen. Ich glaube wir kennen uns schon ewig über ganzen Kongressen. Wie bin ich hier reingekommen? über Bernd Wollich?
Klappte die AG Nachhaltigkeit von der DGU und ich bin ja als Leiter der Teamakademie für die Pflege in dem Bereich mit drin. Und eigentlich muss ich sagen… Meine Zeiten an der Uni der Forschung sind vorbei. Ich bin jetzt Endverbraucher, ich bin End-User und muss genauso wie du einen großen Kliniksladen am Laufen halten und kämpfen natürlich ab und zu schon mal mit Schwierigkeiten ob alle Geräte vorhanden sind oder nicht verhandeln sind.
Und da kam mir dann vor ein paar Jahren auch zu diesen einmal Instrumente und einmal Verbrauchsmaterialien. Der Weg dahin, dass das so gut akzeptiert wird und auch sinnvoll in manchen Dingen sich darstellt ist ein langer Weg gewesen bei uns. Auch mit meiner eigenen Engstürigkeit verbunden, dass ich manchmal gesagt habe Das kann doch nicht sein Ich benutze es kräte eine Minute für ein Gerät was eigentlich noch zehn oder zwanzigmal gut sein könnte und danach wegzuwerfen Und um diese Schwierigkeiten zu überwinden. und auch das ist eigentlich doch sinnvolles. Jetzt bin ich hier Und das war auch genau das Thema, waren ja in der AG mehr als Auswahl und ich habe gesagt. Das ist ein Thema was mich wirklich interessiert und ich hoffe dass er uns da ein bisschen voran bringt.

Christian Wülfing: Super! Also meine Damen und Herren wenn es Sie… Ich gehe immer davon aus, dass sie die Folge eins schon gehört haben weil wer nicht tun sieht, da ist nämlich nochmal genau auch der Werdegang dieser AG Und die Idee, wie unsere urologische Fachgesellschaft das vorantreiben will ist genau definiert.
Der Name Professor Wollich fiel gerade unser Präsident aus dem letzten Jahr der sich dieses Thema auf die Fahne geschrieben hat und wir das hier fortsetzen.
So liebe alle aus diesem wunderbaren Podcast. jetzt geht es natürlich mal um die Frage bevor wir diskutieren Einweg oder Mehrweg? Worüber reden wir denn überhaupt? what is hier eigentlich ein Weg? Was ist mehr weg? Was heißt das? Wie ist das definiert?
Ein Wegprodukt ist ein Medizin-Produkt, das dafür vorgesehen ist nur einmal verwendet zu werden. Es heißt nicht, dass es nicht möglich wäre, mehrfach zu nutzen, aber der Intended Use is Single-Use. Also es ist dazu vorgelesen und zugelassen, einmal verwenden zu werden Und ein Mehrwegprodukt gegenüber. dann ist ein medizin Produkt wo es erlaubt ist, dass mehrfach genutzt wird. Das heißt, es gibt auch einen Prozess für die Aufbereitung, für die Reinlegung, Geräusation, Dessenfektion und so weiter. Das heißt das gibt Plan wiederverwendbarer und auch etwas einsetzbarer.
Jetzt schaue ich die Frau Mittag an. Ich sehe sie ja hier in diesem Podcast anders als Sie. Meine lieben Hörerinnen und Hörern kann ich auch hier die Menschen sehen und auch Reaktionen auffassen.
Bevor wir Uruloren, der Herr Lötzmann nicht jetzt mal kommen mit so unseren Bedürfnissen ist ja auch mal an Sie die Frage wie kann man das denn trennen? Was ist denn jetzt hier nachhaltig. Der erste Reflex ist ja immer auch ehrlich gesagt in einem Krankenhaus nicht nur Konzern wahrscheinlich für jeden Arzt, der so Geräte nutzt im Alltag.
Ist wahrscheinlich der erste Refleks zu denken ich nehme lieber ein Mehrfachgerät. Du kannst es öfter benutzen ist doch wahrscheinlich nachhaltiger als ein Einmalgerät, was gleich weggeschmissen wird? Oder ist das zu kurz gedacht. Vielleicht erklären Sie uns das mal.

Aline Mittag: Ja also da muss ich sagen es ist leider ein bisschen zu kurz gedacht weil man kann das nicht so ganz pauschal für alle Produkte sagen dass eine Also ein Weg ist weniger nachhaltig als mehr weg den kompletten Produktlebenszyklus ankommen müssen. Und da muss man einfach viele, viele Dinge berücksichtigen.
Bei Einweg ist es quasi die Herstellung wo ich natürlich viel mehr Produkte herstellen muss, viel mehr Logistik habe wenn die Produkte quasi in die Klinik kommen und dann hab‘ ich noch eine gewisse Entsorgung zu berücksichtigen. das Ganze muss verpackt werden usw.
Beim Mehrweg ist’s allerdings so… Da habe ich natürlich den Wiederaufbereitungsprozess zu berückstigt. Moritz hat eben gesagt d.h., da fallen Prozesse von der Reinigung, da werden Schenikeien eingesetzt. Da wird Energiewasser verbraucht je nachdem ob ich in der Klinik selber wieder aufbereiten kann oder vielleicht die Wiederaufbereitung woanders stattfindet habe ich auch wieder eine Logistik zu berücksichtigen ist. das heißt im Ende ist es schon eher eine Einzelfallentscheidung.
also man muss sich die Produkte wirklich angucken. wie oft wiederverwendet werden. leidet auch die Qualität unter der Reinigungen? es gibt ja jetzt mittlerweile die Möglichkeit auch ein Weg Produkte wieder aufzubereiten, aber je nachdem wie die Qualität der Produkte ist können sie quasi Flugrost bilden oder nicht. Also das sind da so. Sachen müssen untersucht werden.
Es darf natürlich im keinsen Fall die Qualitäten darunter leiden. also man muss sich das wirklich eigentlich für jedes Produkt angucken und dann entscheiden Was ist im Endeffekt sowohl auf der ökologischen als auch auf der wirtschaftlichen Seite dann am sinnvollsten?

Christian Wülfing: Wir gehen gleich nochmal ein bisschen in die Tiefe da rein, aber ich habe gerade bei einer Sache ein bisschen gezuckt vor Mittag. Als sie nämlich gesagt haben es hängt auch davon ab wo das Ganze sterilisiert wird.
und da möchte ich mal Hagen Loertzer fragen Hagen du hast uns noch gar nicht verraten wo du arbeitest.

Hagen Loertzer: Ich arbeite in Kaiserslautern an Maximalversorger mit vier Standorten

Christian Wülfing: Okay! Und wo werden eure Sachen sterilisiert? Wahrscheinlich nicht an vier Standorten, oder?

Hagen Loertzer: Nee. Am Zantasterry aber der ist nicht inhause sich. Der ist gerade ein bisschen außerhausig. also es war fußläufig zu erreichen Aber ich weiß worauf du hinaus spielst. Wir haben einen Fahrdienst und einen Fahrtransport der die Grete hin- und herrscht.

Christian Wülfing: Genau ne Frau Mittag das ist so der Punkt. Ich seh grad das Grinsen von Chris. Ja ich weiß genau was er denkt. Ja, das war der Punkt wo ich gerade auch so dachte als wir so in den ersten… Ich meine einmal Produkte wie Urologen denken ja im Klinikbereich dann häufig an US-Geräte oder Zistoskope ist aber auch egal welche Produkte es sind.
Aber grade da ist ja so der erste Reflex gibt mir mehrfach Gerät Und wenn es dann um nachhaltig geht, denkt man ja. Das Ding muss auch pro Woche vier, fünf, sechs, sieben Mal durch die Stadt gefahren werden und ich weiß wie lange eine Fahrt durch die Statt dauert mit dem Auto und wie viel Tank ich da verbrauche.
Frau Mutter is das so ein Punkt oder nicht?

Aline Mittag: Absolut, also das ist ja genau das was ich meine. Das muss man wirklich… das ist nicht. das eine ist immer das Richtige und das andere ist nicht dass richtige sondern das kann sich für die Produkte unterschiedlich verhalten und das muss man durchrechnen ehrlicherweise und man muss sich wirklich den kompletten Lebenszyklus der Produkte auch anschauen.

Christian Wülfing: Moritz, ich glaube du wirst zustimmen. Aber jetzt ist für uns ja die Schwierigkeit auch als Anwender. Es geht ja jetzt… Die Zielgruppe der Zuhörenden sind ja Leute, die wir motivieren wollen nachhaltig zu agiert so.
Jetzt kann ich mir nur sagen gibt mir dieses Gerät oder das Gerät Das, was Frau Mittag gerade gesagt hat. Wie is das aus deiner Perspektive und wie kann man denn eigentlich zu einer Bewertung kommen?
Dass wir vielleicht auch ein bisschen transparenter verstehen… Was dann alles anfällt weil bislang es noch nicht so dass auf meinen Produkten nicht zur Auswahl hab irgendwie einen Stempel steht was hier Nachhaltigkeitsschulnote oder CO-Zweihabdruck, das werden wir übrigens in einer anderen Folge auch nochmal separat besprechen.
Also wie können wir uns der Sache denn nähern?

Moritz Göldner: In unserer Studie habe ich mal genauer angeguckt, konkret die Ökobilanz von OP-Kitten und OP Abdeckungen. Und in diesem konkreten Fall war es eben so… dass die Einweckkittel eben das hin und her fahren nur ein sehr geringer Teil des Life Sack Assessment ist, der Ökobilanz.
Und dass der viel größere CO-Impact eigentlich durch die Herstellung kommt genauer gesagt die Rohmaterialien. Das heißt auch der Transport mit dem Schiff aus Asien nach Europa und auch der Transport innerhalb von Europas ist noch eine sehr kleine Anteil weil eben das so aufwendig ist, sowas herzustellen.
Es gibt auch Reviews zu vielen anderen Produkten und es sind eigentlich durch die Bank, dass das Mavic-Produkt unter dem Strich ökologisch günstiger ist, dann aber gut, wenn es andere Parameter gibt, die auch wichtig sind – es kann der Preis sein, die Verfügbarkeit oder eben die Möglichkeit, auch sowas selber auch zu bereiten.

Christian Wülfing: Ich bin ganz dankbar, dass du mal das Thema jetzt auch weitertast auf Abdeckungen und Kittel usw. Wir haben eben so ein bisschen eher Instrumente oder sowas im Kopf gehabt.
Fragen an dich habt ihr noch außer die Bekleidung? Aber OP-Kittel! Habt ihr da noch Stoff?

Hagen Loertzer: Nein. Das ist schon lange nicht mehr…

Christian Wülfing: Und OP-Abdeckung habt ihr dann noch Stoffs?

Hagen Loertzer: Auch schon lange?

Christian Wülfing: Nein, du weißt ganz genau. Manchmal nervt er das weil die Hakenhalter waren plötzlich weg und jetzt wissen wir beide, wie operieren robotisch? Das ist schon lange her, dass wir nach dem Haken Halter am Bauch gefragt haben.
also diese Umstellung von Mehrweg auf Einweg is schon lang verzogen gerade in diesem OP-Abdeckungsbereich. Aber Moritz habe ich dich grade so verstanden, dass ein Weg eigentlich ökologisch schlechter ist.

Moritz Göldner: Es ist deutlich schlechter ja. Also ungefähr dreißig bis fünf Prozent des CO-Zweih entsteht bei der Nutzung von Mehrlehrprodukten, vielleicht so einbekommen.

Christian Wülfing: Ja ist doch ein Punkt. Ich glaube wenn Sie eine Umfrage machen an Deutschlands Krankenhäusern da ist nicht mehr viel mit Stoff wie wir es früher bei unserer Altersstufe lieber haben ja noch kennen vor Mittag. what meinen sie?

Aline Mittag: Ja, und es gibt aber Kliniken die in der Corona-Zeit umgestellt haben. Und jetzt dabei geblieben sind tatsächlich. Es gibt welche, die haben die Rolle wieder rückwärts gemacht ja also da wo’s quasi Lieferengpässe gab. Warum auch immer?
Da hat sich dann Mehrwert natürlich auf eine andere Art und Weise nochmal bewährt und ich kenne einige Klinik wie dann dabei gebieten sind das werden nicht supergute sein paar Kliniken. Die sind dann tatsächlich beim Mehrweg geblieben und ich weiß auch, es gibt schon einige Klinien die sich da jetzt mehr und mehr Gedanken zu machen weil das kann ich natürlich jetzt persönlich nicht sagen aber weil der Tragekopf wohl noch ein bisschen besser sein soll.
also es gibt ja noch ein paar andere Aspects bei einen Weg-Mehrweg-Kratopäke.

Christian Wülfing: Ich glaube wenn ich das sagen darf is doch wahrscheinlich die Take Home Message schon mal ganz wichtig dass wir allen nochmal erklären oder feststellen, dass es am Ende um einen gesamten Lebenszyklus eines Produktes geht.
Und der Lebenszykus ist wie wir glaube ich festgehalten hatten Herstellung Transport Nutzung und auch Entsorgungen. Ich glaube wenn man das einmal zunächst mal noch mal reflektiert und hinnimmt.
Und ich weiß, dass Sie Frau Mittag und der Moritz Göldner das ist sozusagen eure DNA ist irgendwie selbstverständlich. für uns die hier zuhören glaube ich noch nicht so. es ist irgendwie auch nicht überraschend und irgendwie auch total ein gut nachzuvollziehen. aber ich glaub wenn man das verinnerlicht wird die Diskussion auch leichter oder?

Aline Mittag: Genau!

Hagen Loertzer: Ich glaube das Problem auch ist nicht in den Kliniken drin. Das ist wieder gelehrt noch weitergebildet Und deshalb ist es toll, dass die DGU sich das bis auf die Fahne geschrieben hat.
Es gibt immer erste Studien dazu und wenn sie den Weg in die Kliniken hineinfinden dann würden wir schon so einen ersten Schritt um dieses Wissen doch ein bisschen zu verbreiten. Heute ist ganz viel Bauchgefühl aber dieses Bauch-Gefühl ist eben oft nicht richtig. Das muss ja kurz sehr gut beulernen.

Christian Wülfing: also wie gesagt Werbung für Folge drei. da müssen wir eigentlich die Sarah Krüger von ELIS fragen weil ich kann genau dazu etwas sagen mit Mehrweg, Klamotten, Abdeckung und wie man dort sparen kann.
Aber ich will nicht weiter vornehmen. das ist Folge drei der Spoiler. Also wunderbar vielen Dank für den Spoiler und Sie haben es gehört. meine Damen und Herren unbedingt Folge drei hören sehr gut.
vielleicht noch eine Frage an Frau Mittag jetzt sind sie ja auf der Position einer Nachhaltigkeitsmanagerin sage ich mal weiteren Sinn in einem Konzern bei uns is es häufig auch ein Kostenthema, das genau geguckt wird. what is hier billiger und finden sie nicht auch dass wir manchmal ein bisschen auch da in zwei Welten leben.
Weil wenn ich jetzt sagen will die dieses und jenes Produkt haben dann kostet so viel und dann ist da nicht irgendwie inkludiert ob die Ökobilanz gut oder schlecht ist und im Zweifel ist der ökologisch bessere Artikel vielleicht sogar teurer. Und das ist, glaube ich ein Thema wo man auch wahrscheinlich in den Krankenhäusern bundesweit auch ein Thema hat oder?

Aline Mittag: Ja genau. Also da waren jetzt viele Aspekte drin und ich würde es nochmal ein bisschen auseinander nehmen.
also genau aktuell ist es schon so dass wir uns hauptsächlich mit Einkaufspreis oder Stückpreis beschäftigen. Und das, was wir gerade gesagt haben mit diesem ganzen Lebenszyklus wird mir der ganze Lebenszuges betrachtet und das gilt auch so eigentlich für die Kosten von dem Produktbetracht.
Also was sind eigentlich meine Total-Kostoffunterschrift? Ich habe halt einen Einkaufspreis oder ich hab ein Stück Preis aber ich habe zum Beispiel auch eine Entsorgung bei Einwegprodukten und beim Mehrwegproduken habe ich eben dann die Kosten für die Wiederaufbereitung z.B.
Das müsste man eigentlich alles in Summe betrachten und dann wirklich auch eine finanzielle gute Entscheidung treffen zu können für ein Einweg oder mehr Wegprodukt.
Und dann haben wir auch häufig den Fall, dass what Sie gerade angesprochen haben das ökologisch bessere Produkt ist teurer. aber auch da finde ich Das muss man auch ein bisschen differenziert betrachten.
Also is es wirklich teurer? Oder sind einfach Fallen, weil sie bei dem weniger ökologischen Produkt andere Kosten zum Beispiel an oder kann ich das ökoloische Produkt vielleicht recyceln oder kann Ich’s wieder verwenden hat dass eine andere Verpackung Kann ich das anders entsorgen. wie auch immer das sind dann eben Sachen die müssten da auch mit betrachtet werden.
wenn ich natürlich den stück den Stückpreis oder den Einkaufspreis betrachte, dann greift es oft zu kurz und dann hat oft das nachhaltige Produkt ein bisschen das Nachsehen.

Christian Wülfing: Ja der Moritz Göldner möchte da ganz dringend was zu sagen?

Moritz Göldner: Genau ich glaube man kann das in drei Kategorien einscheiden. Einerseits gibt es Möglichkeiten einfach Sachen wegzulassen, d.h. das ökologische Produkt ist das was man gar nicht benutzt indem man z.B. lächer analysiert.
Dann kann man ein Produkt ersetzen Ähnliche Produkte, die vielleicht auch endlich viel kosten. Aber wo das eine bessere Ökoblast jetzt andere hat, hat man auch die Möglichkeit ohne mehr Kosten zu spritzen. und dann gibt es diesen dritten Fall, dass vielleicht ein ökologisch fortlaufendes Produkt vielleicht auch teurer ist.
Man muss alle drei Möglichkeiten im Blick haben. Und gerade bei den ersten bei der Journalisierung, bei weniger Nutzen gibt’s dadurch riesen Potential was noch nicht ausgeschöpft ist.

Christian Wülfing: Was ich mich so frage und das ist vielleicht mal eine offene Frage in die Runde. Ich könnte jetzt eigentlich gar nicht pauschal sagen, ich finde immer besser Mehrfachgeräte oder Abdeckungen? Ich könnte aber auch nicht sagen find’s immer besser einmal!
Das ist ein Ding wo wir glaube ich auch Hagen korrigieren durch die Gegebenheiten in bestimmte Gewohnheiten reingetrieben wurden.
also ich habe nie entschieden dass man jetzt aber bitte schön einmal abdeckung nimmt. Also ich hab nicht gesagt du den stoff weg Keine Ahnung wo das herkommt und vermutlich kam es aus ganz anderen Entscheidungskriterien, die auch mit Nachhaltigkeit ziemlich wenig zu tun hatten. seinerzeit ist er seit vielen Jahren so.
Aber meine Frage in der Runde ist nochmal finden wir eigentlich Beispiele wo man tatsächlich auch sagen könnte also in dem und dem Fall ist es wirklich besser einmal Geräte einmal Artikel zu nehmen? oder habe ich gewechselt weiß nicht wie’s bei dir am Alltag ist Hagen oder kann man das gar nicht so sagen.
Ich könnte zum Beispiel vorangehen und sagen, bei den UAS-Geräten ist es halt total angenehm ein Einmalprodukt zu nehmen weil’s immer technisch funktioniert nie kaputt geht, nicht im Stereo hängt usw., aber es wird dann wieder weggeworfen und es wird auch noch mal nicht sterilisiert ob das gehen könnte oder nicht weils nicht vorgesehen ist und weil´s auch tausend Regulationen gibt die das auch verbieten.
ehrlich gesagt ja Hagen, wie sieht es bei dir aus?

Hagen Loertzer: Das war im Samstag mit dem Kroben, wo ich’s wahrgenommen habe. War das eigentlich auch die OS-Geräte. Ehmlich bei dir, wie mit Verfügbarkeit.
aber bei uns kam noch dazu dass diese wahnsinnig teuren Schippernse Tipps flexiblen, ureteröne Skruppe und Laserfaser oft nicht ganz kompatibel sind sodass du nach zwei Anwendungen plötzlich einen Reparaturauftrag hattest. und ein repariertes Schipp-on-the-Tip-Gerät kostet halt auch ein Einiges, das ist nicht gerade umweltfreundlich.
Das führte dazu dass ich selbst die Anweisung bekomme von meinem leitenden Umarzt weil der verantwortlich war für die gesagt hat wenn der Chef lasert nimmt er bitte in einem Gerät und kein Mehrfachgerät aber irgendwann ganz doll zurück.
Wann hast du das letzte Mehrfachskalpell in der Hand gehabt?

Christian Wülfing: Ja, auch ein gutes Thema. Das ist ewig ja! Und da waren sicher die Umstellung auf dem einmal Gerät. Ich frage nochmal unsere beiden Experten, auch gerade beim Thema Skalpell. Da gilt ja wahrscheinlich die gleiche Betrachtung.
Man hat ein Plastikgerät was irgendeine Firma zusammenbaut das wird dann nach weggeschmissen oder man hat ein wiederverwendbares Gerät was immer weiter funktioniert und immer wieder genommen werden kann. Man tauscht nur die Klinge aus. Wahrscheinlich dieselbe Betruchtung oder?

Hagen Loertzer: Ja ich glaube einfach dass es ein Grundteil ist die letzten Jahre sehr viel Kopfdruck war und immer noch ist. Und das es einfach nur nach Preis ging, und wir nutzen eben die günstigen Herstellungsmöglichkeiten in Fernost und können deshalb hier die Produkte günstig benutzen als wenn wir sie hier herschöne wieder aufbereiten würden.
Das wird sich ausgestellend nicht ändern. Ich glaube einfach dass im Zukunft auch die CO-Zweigevalente bei den Ausstrebungen mit hinzukommen könnte und dass dann eben abgewogen werden muss zwischen dem Preis, der Tier zwei Missionen und der Verfügbarkeit.
Und ich glaube wenn man die drei Sachen im Blick hat und ein gutes Modell hat um dir auch in Kontext zu setzen das könnte über einen neuen Tier zwei Platz sein es könnte auch Klinik intern sein oder über regulatorische Vorgaben Dann kann diese Abwägen auch besser geschehen.

Christian Wülfing: Das finde ich ein interessanter Aspekt, denn machen wir uns nichts vor. Alle die den Kliniken arbeiten und in den niedergelassenen Praxen ist es nichts anderes. Kostendruck ist überall. Er wird auch akut gerade nicht viel besser hat man das Gefühl.
Und man fragt sich dann wirklich wie eigentlich der Weg sein soll wenn man vielleicht auch… Wir kümmern uns hier um Nachhaltigkeit Wenn der nachhaltige Weg etwas teurere ist Man würde ihn eigentlich von dem sozusagen moralischen Aspekt im Vorzug geben, aber hängt auch in tatsächlich ganz manifesten Kosten-Diskussionen drin.
Ich glaube das geht allen so, es wollen wir gar nicht bewerten, aber man könnte zum Beispiel darauf hinweisen dass das für uns in den Behandlungszentren auch echt ein Thema ist.
ja also ich glaube niemand hat was gegen Nachhaltigkeit. Also gibt’s glaube ich wenig Widerstand oder? Das wäre so bisschen. auch meine letzte Frage
Sehen Sie denn eigentlich Moritz Göldner und Alli Mittag? sehen sie Ich will nicht sagen Widerstand, aber what sind aus Ihrer Sicht die Hirten? Die es schon gibt oder die sie so jetzt am Horizont sehen außer jetzt kosten.
Also what müssen wir hier heute worauf müssen wir hinweisen? What müssen wir auf welche Hürden müssen wir uns gefasst machen, dies zu überwinden gilt dass wir in der Urologie vorbildlich nachhaltig werden.

Moritz Göldner: Man muss die Entscheidung eben auf allen Datenfakten basierend machen und dafür ist das Wissen in den Kliniken noch nicht da und Daten gibt es auch oft nicht. Auch auf Hersteller-Seiten finde ich, die werden jetzt gerade eben begonnen, die zu erfassen. Und erst in beides da können wirklich gute Entscheidungen getroffen werden.
Ich glaube auch nicht dass die Patientinnen und Patienten das einfordern werden oder sich von der Klinik entscheiden, die besonders grün ist oder so. aber ich kann mir gut vorstellen, dass das zum Beispiel bei der Mitarbeitergewinnung einen Punkt sein könnte in Zukunft, dass man eben lieber in der Klinik arbeitet und sich darüber Gedanken macht als an der klinik die das gar nicht macht.
Also der Aspekt der glaube ich könnte eine Chance sein auch für kliniken sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Christian Wülfing: Vormittag noch was zum Engenzen?

Aline Mittag: Ja gerne genau also wir haben ja schon viele aspekte angesprochen.
Ich glaube what man auch nicht unterschätzen darf ist sozusagen menschliche Faktor, also wenn ich auf ein anderes Produkt umstelle sei es irgendwie von einem Weg auf mehr Weg oder ich stelle auf ein nachhaltigeres Produkt um. Da sind vielleicht Prozesse mit verbunden.
Ich muss vielleicht irgendwie anders trennen, ich will vielleicht what in der Zwischenseiclin geben und dann die Wiederaufbereitung. Also das ist wirklich… Das sind Prozesse, die dahinten dranhängen. Wo quasi die Menschen in den Prozessen arbeiten sich vielleicht auch umstellen müssen. das ist alles immer nicht so einfach vor allem im Klinikalltag und das darf man bei der ganzen Betrachtung auch nicht vergessen.
Man muss die Personen mitnehmen. ich habe das auch noch nie erlebt. dass jemand gesagt hat Nachhaltigkeit ist richtig blöd und hab ich gar keinen Bock drauf aber trotzdem ist es so. das muss halt in die gelebte Routine rein ist dann schon auch ein Punkt, wo wir uns Gedanken machen müssen.
Die können vielleicht Dinge auch möglichst intuitiv umgestellt werden? Dass ich nicht nur auf dem Arbeitsschritt mehr habe oder dass es vielleicht auch irgendwie Spaß macht Müll zu trennen oder irgendwie sowas. Dass man irgendwie auch das bedenkt wie kriege ich quasi alle Kollegen und Kolleginnen an Bord und wie krieg ich die Prozesse so umgestellt, dass sie auch gut und einfach eingehalten werden kann?

Christian Wülfing: Und zum Glück, liebe Leute haben wir ja noch drei Folgen die hier noch kommen und dann werden wir noch richtig viel Input kriegen und viele Impulse.
Bevor wir jetzt im Schluss kommen stelle ich Ihnen eine Frage, die wir uns hier vorgenommen haben jedem zu stellen und ich fange mal an mit Hagen Loertzer Hagen Du bist der Erste nämlich wenn wir ein Rezept ausstellen könnten an die Urologie, wie Nachhaltigkeit jetzt gehen soll. Was würdest du drauf schreiben?

Hagen Loertzer: Ja, kommen Sie mal darauf an! Ist das jetzt ein GKV oder ein Privatrezept? Das ist schwierig.
also ich würde es vielleicht so schreiben weniger Verschwendung mehr Wert für die Patienten täglich anwenden Und ich denke, damit können wir helfen ohne eine Gesundheit der kommenden Generation zu gefährden.

Christian Wülfing: Sehr gut! Was sagt Moritz Göldner? Was schreibt er aufs Rezept?

Moritz Göldner: Ökobilanzen von Medizinprodukten machen und dann verstehen in der Klinik mit.

Christian Wülfing: Sehr good! Und das letzte Wort hat Aline Mittag.

Aline Mittag: Also mein Rezept wäre wirklich… Das hatten wir auch schon angesprochen. nicht dass eine zu verträufeln und das andere irgendwie zu idealisieren, sondern wirklich da zu gucken. Und umzustellen wo die Dinge einfach zusammenkommen.
Patientensicherheit, Prozessqualität, Wirtschaftlichkeit und ökologische Wirkung, wo alles gemeinsam verbessert werden kann und sich dann entsprechend für das Produkt entscheiden und nicht zu sagen immer ein Weg ist besser oder schlechter als mehr Weg, sondern that auch vom Produkt zum Produkt anzuschauen.

Christian Wülfing: Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhürer Sie sehen wir haben hier wirklich ein spannendes Thema. Ich habe sehr viel heute wieder gelernt und auch neue Impulse bekommen in dieser wunderbaren fünfteiligen Serie zur Nachhaltigkeit in der Urologie.
Wir haben ja heute viel über einfach versus mehr Ein Weg versus Mehrweg. Artikel gesprochen aller_Art vom Kittel über die Abdeckung bis zum US-Gerät, wir werden diese tolle Diskussion fortsetzen in den nächsten drei Folgen, schalten Sie da gerne ein.
und jetzt darf ich mich herzlich bedanken lieber Hagen. Professor Hagen Loertzer schön dass du dabei warst und toll das du dich in der AG Nachhaltigkeit dafür einsetzt.

Hagen Loertzer: Vielen Dank Christian.

Christian Wülfing: Professor Moritz Göldner, vielen Dank dass Sie heute da waren und auch aus Wissenschafts Sicht sogar an der Uni darüber forschen. Und das du dich hier auch wirklich mit tollem Input heute beteiligt hast. Vielen Dank dafür.

Moritz Göldner: Gerne Christian! Vielen Dank für die Einladung.

Christian Wülfing: Und vor Mittag Ihnen danken wir auch sehr herzlich. Das ist ein wichtiger Job den sie machen bei Asklepios. Wir haben in dieser Folge auch noch ähnliche Berufsinhaber Innen von anderen Krankenhausträgern und Strukturen, aber auch Praxen. Großes Thema für uns in der Urologie. Deswegen auch Ihnen herzlichen Dank!

Aline Mittag: Vielen Dank, danke für die Einladung.

Christian Wülfing: Und jetzt wünsche ich allen noch einen schönen Tag. schön dass Sie zugehört haben und hören sie gerne auch in die anderen Folgen rein. Vielen Dank!

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